Maus-Wut-Syndrom,
Mann-zu-Hause-Stress-Symptom - wenn Forscher
forschen, entdecken sie regelmäßig ein neues
Syndrom. Und ich entdecke, dass ich es habe. In
diesem Fall leide ich unter dem 'Messie-Syndrom'.
Diagnostiziert in meinem Kleiderschrank.
Texte
| Texte | Texte. Neues respektive bewährtes
Futter - vornehmlich von meiner ehemaligen
Homepage schreibe.net, die ihren Dienst
zwischenzeitlich eingestellt hat. Enjoy!
"Unsere
Visionen beginnen mit unseren Wünschen."
(Volksweisheit) Abwarten, bis uns diese Welt
unser Glück erlaubt - oder nicht doch
vielmehr das Glück zum Gesetzgeber
erheben? Eine Frage, die sich täglich aufs
Neue stellt.
Neulich
im Buchladen: Nina Ruge entdeckt "Das
Geheimnis der Selbstheilung". Wurde auch
Zeit, so ein Ratgeber für Prominente. Denn
jeder zweite ist heute mit dem Virus "Ich-bin-ein-Multitalent"
infiziert.
Beginnt
niemals mit Salsa. Vor allem nicht, wenn ihr
bereits trinkt und raucht. Einmal angefixt,
entwickelt sich Salsa zur Sucht. Und lästige
Gewohnheiten hat man ohnehin schon genug.
Nicht,
dass wir uns missverstehen: Ich bin absolut
liebesfähig und bindungsbereit, paarungswillig
bin ich sowieso. Nur eben nicht rund um die Uhr.
Daher wünsche ich mir einen Mann, dem das
genauso geht!
Die
Zahl der Selbständigen steigt. Ich-AG und
mangelnde Alternativen bekräftigen diesen
Trend, das Saldo der Existenz- und
Unternehmensgründungen verzeichnet seit 2004
eine steile Aufwärtskurve. Eine Entwicklung,
die nicht zuletzt ihren unbedingten Einfluss auf
die tendenziell rückläufige Zahl der
Erwerblosen zeigt. Deutschland zeigt Mut und
Tatendrang, belohnt wird der Mutige in den
seltensten Fällen. Denn während es zunehmend
mehr Menschen vorziehen, ihr Schicksal in die
eigene Hand zu nehmen, und davon ablassen, die
Suche nach der beruflichen Perspektive einem längst
abgelebten System zu überlassen, wartet an der
Pforte zur Selbständigkeit bereits der Hüter
einer ewig gestrigen Tradition. Die Bürokratie
hat dem Gewerbetreibenden den Kampf angesagt,
und wer den Papierkrieg überlebt, den fressen
die laufenden Kosten. Willkommen in der Selbständigkeit!
flüstern die Ämter, Kassen und Banken. Und
bevor wir auch nur einen einzigen Cent
verdienten, summieren sich unsere Ausgaben zu
einem beachtlichen Posten. Heureka! möchten wir
selbst inzwischen meinen. Denn endlich haben wir
begriffen, wie verhältnismäßig bequem dagegen
das Leben als Lohnsklave ist. Liebes
Deutschland, wann machst du die
Eigenverantwortung bezahlbar?
Ungeachtet
der Tatsache, dass der persönliche Lottogewinn
so wahrscheinlich ist wie unsere spontane
kollektive Erleuchtung, fokussieren wir uns auf
unserer Suche nach dem Glück größtenteils
unvermindert auf das plötzliche Geld. Glücklich
stimmen wir damit jedoch vor allem
Lottogesellschaften und Staat, die als einzige
jedes Mal die großen Gewinner sind. Es bleibt
zu fragen: Weshalb vermuten wir unsere
Lebenszufriedenheit im Jackpot? Und andersherum:
Warum finden wir uns mit Lebensmodellen ab, die
das Glück kategorisch als Zufall definieren?
Was
bisher nur als Gerücht kursierte, verdichtet
sich nun zu unzweifelhafter Realität. Die
Bundestagswahlen 2009 werden auf unbestimmt
verschoben, das neue Wahlgesetz tritt erstmalig
in Kraft. Werden wir nie wieder wählen können?
Eine Fiktion von Saskia Katharina Krost.
Frei
sein will jeder, obwohl sich (noch) kaum jemand
traut - ein Essay von Saskia Katharina Krost.
Kurz
vor der Bundestagswahl, die Nation ist ratlos:
Merkel oder Schröder? Rot oder Schwarz? Rettung
oder Abgrund? Fort- oder Rückschritt? Freund
oder Feind? Wer wird uns besser behüten, wer
wird in Zukunft für uns sorgen? Wir müssen wählen.
An der Macht: Mami oder Papi! Die Alternative:
Wir selbst und der Mut, ein Leben in Eigenregie
zu führen. Trotz Ausweglosigkeit haben wir die
Chance auf Freiheit. Die Gelegenheit, uns von
den Restriktionen und Dezimierungen eines
autoritären Vormunds loszusagen, der sich kaum
mehr imstande sieht, die weit aufgerissenen Mäuler
seiner vielköpfigen Kinderschar zu stopfen, den
vielfältigen Ansprüchen seiner Erben gerecht
zu werden, ein Vormund, der längst keine Lösungen
mehr kennt.
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